
Vor ein paar Jahren saß ich am Rande des Burnouts. Ich war Lehrerin. Ich war Mama. Ich war Partnerin und ich wollte Alles schaffen und zwar perfekt. Aber irgendwann merkte ich: Ich hatte mich selbst völlig vergessen.
Morgens wachte ich auf und wusste nicht mehr, wer ich eigentlich bin. Ich hatte auch keine Lust mehr auf „irgendetwas“. Auch nicht auf meine Kinder. Außer „Mama von…“ oder „Lehrerin an…“. Meine eigenen Werte? Meine Träume? Meine Bedürfnisse? Alles verschüttet unter To-Do-Listen, Terminen und dem ständigen Gefühl, nicht zu genügen. UND: Dem schlechten Gewissen.
Der Moment, der alles veränderte
Es war ein ganz normaler Dienstagabend. Die Kinder schliefen endlich. Ich saß am Küchentisch, vor mir eine weitere To-Do-Liste für den nächsten Tag. Und plötzlich brach ich in Tränen aus.
Nicht aus Trauer. Sondern aus Erschöpfung.
Ich hatte alles versucht: Zeitmanagement-Apps, Produktivitäts-Hacks, Morgenroutinen, die um 5 Uhr beginnen sollten (als ob ich als Mama von zwei Kleinkindern um 5 Uhr „freiwillig“ aufstehen würde). Nichts davon funktionierte. Nicht wirklich. Nie wirklich lange.
Denn all diese Tools waren nicht für mich gemacht. Sie waren für Menschen, die keine Kinder haben. Für Menschen, die nicht mitten in einem wichtigen Termin unterbrochen werden, weil die Kita anruft. Für Menschen, die nicht um 20 Uhr todmüde auf der Couch sitzen und sich fragen: „War das heute alles?“
Und dann wurde mir klar: Das Problem ist nicht, dass ich zu wenig Zeit habe. Das Problem ist, dass ich zu wenig Energie habe. Und dass ich nicht mehr weiß, wofür ich diese Energie eigentlich einsetzen will.
Naja und auch ein bisschen, dass ich „zu viel“ will 🙂
Warum Standard-Produktivitätstools für Working Mums nicht funktionieren
Lass mich ehrlich sein: Ich habe alles ausprobiert.
Ich habe Bullet Journals geführt (die nach drei Wochen verstaubten). Ich habe Apps installiert (die ich nach zwei Tagen wieder löschte). Ich habe Bücher über Zeitmanagement gelesen (die mir sagten, ich solle „Nein sagen“ – aber wie soll ich zu meinem Kind Nein sagen, wenn es mich braucht?). Und verstehe mich nicht falsch: Ich liebe System, Struktur und Planung.
Das Problem mit all diesen Tools ist: Sie ignorieren die Realität von Working Mums.
Sie ignorieren, dass wir nicht nur unsere eigenen Termine managen, sondern auch die von drei anderen Menschen. Sie ignorieren, dass wir nicht nur unsere eigene Energie managen, sondern auch die emotionale Last der ganzen Familie tragen. Sie ignorieren den Mental Load (Ich meine diese unsichtbare, ständige Denkarbeit, die niemand sieht, aber die uns jeden Tag erschöpft.).
Neurowissenschaftlich gesehen ist das auch logisch: Unser Gehirn kann nur eine begrenzte Menge an Entscheidungen pro Tag treffen. Und als Working Mum treffen wir hunderte davon, bevor wir überhaupt auf der Arbeit ankommen.
Was wir brauchen, ist kein weiteres Produktivitätstool. Was wir brauchen, ist ein System, das uns hilft, wieder zu uns selbst zu finden.
Wie das „Working Mum – Das Erfolgsjournal“ entstanden ist
Nach diesem Dienstagabend habe ich etwas gemacht, das ich seit Jahren nicht mehr getan hatte: Ich habe mir immer wieder ein bisschen Zeit für mich genommen.
Ich habe angefangen, mir Fragen zu stellen: Wer bin ich eigentlich, außerhalb meiner Rollen? Was ist mir wirklich wichtig? Wo geht meine Energie hin und wo sollte sie hingehen? Welche Rituale helfen mir, wieder zu mir zu finden?
Und ich habe angefangen, diese Fragen aufzuschreiben. Einfach nur ehrlich zu notieren. Langsam, ganz langsam, kam die Klarheit zurück.
Ich merkte: Ich brauche kein Zeitmanagement. Ich brauche Energiemanagement. Ich brauche Klarheit darüber, was mir wirklich wichtig ist. Und ich brauche Rituale, die mich jeden Tag daran erinnern. Denn als Neurocoach weiß ich auch, dass unser Gehirn „wenig Aufwand“ liebt und alles, was by the way läuft, klappt. Also habe ich mir einige stärkende Rituale geschaffen.
Also habe ich ein System entwickelt. Nicht für Superwoman, sondern für Mamas wie dich und mich. Frauen, die einfach nur wieder sie selbst sein möchten. Und dieses System ist das „Working Mum – Das Erfolgsjournal mit Gelinggarantie“.
Was ist das „Working Mum – Das Erfolgsjournal“?
Das Journal ist kein klassischer Planer. Es ist auch kein Tagebuch. Es ist ein System zur Selbstfindung und Klarheit – speziell für Working Mums. Es basiert auf drei Säulen:
1. Klarheit: Wer bin ich und was will ich wirklich?
Bevor du irgendetwas planen kannst, musst du wissen, wohin du überhaupt willst. Das Journal hilft dir, deine Werte zu identifizieren, dein Lebensrad auszufüllen und herauszufinden, wo du gerade stehst – und wo du hin möchtest.
2. Energie: Wo geht meine Energie hin?
Zeitmanagement ist wichtig. Aber Energiemanagement ist entscheidend. Das Journal zeigt dir, welche Aktivitäten dir Energie geben – und welche sie rauben. So kannst du bewusste Entscheidungen treffen.
3. Rituale: Wie komme ich jeden Tag zurück zu mir?
Kleine, tägliche Rituale sind der Schlüssel. Nicht große Veränderungen. Sondern kleine, machbare Schritte, die dich jeden Tag ein bisschen mehr zu dir selbst bringen.
Das Journal enthält:
- Reflexionsübungen (z.B. Lebensrad, Werte-Kompass)
- Monats-, Wochen- und Tagesplanung (mit Fokus auf Energie, nicht Zeit)
- Rituale-Tracker (um deine Gewohnheiten zu etablieren)
- Dankbarkeits- und Reflexionsfelder (für mehr Achtsamkeit)
- Und noch einige coole Tools mehr – besonders im ersten Teil, bevor es mit den Monaten, Wochen und Tagen beginnt 😉

5 Übungen aus dem Buch, die du sofort nutzen kannst
Du musst nicht das ganze Journal kaufen, um anzufangen. Hier sind fünf Übungen, die du heute schon ausprobieren kannst:
Übung 1: Das Lebensrad
Zeichne einen Kreis und teile ihn in 8 Bereiche: Gesundheit, Familie, Partnerschaft, Karriere, Finanzen, Freizeit, Persönliches Wachstum, Freundschaften.
Bewerte jeden Bereich von 1-10: Wie zufrieden bist du aktuell?
Verbinde die Punkte. Ist dein Rad rund – oder eher eckig?
Diese Übung zeigt dir auf einen Blick, wo du gerade stehst.
Übung 2: Der Werte-Kompass
Schreibe 10 Werte auf, die dir wichtig sind (z.B. Familie, Freiheit, Kreativität, Sicherheit).
Streiche dann 5 davon. Ja, wirklich. Das ist hart, aber wichtig.
Die 5 übrig gebliebenen Werte sind dein Kompass. Jede Entscheidung, die du triffst, sollte mit diesen Werten übereinstimmen.
Diese Übung hilft dir, Prioritäten zu setzen.
Übung 3: Die Energie-Bilanz
Schreibe zwei Listen:
1.Was gibt mir Energie? (z.B. Zeit mit Freundinnen, Sport, Lesen)
2.Was raubt mir Energie? (z.B. endloses Scrollen, bestimmte Menschen, Perfektionismus)
Schau dir deine Woche an: Wie viel Zeit verbringst du mit Dingen, die dir Energie geben? Und wie viel mit Dingen, die sie rauben? Diese Übung zeigt dir, wo du ansetzen kannst.
Übung 4: Die 3 Rituale
Wähle 3 kleine Rituale, die du jeden Tag machen möchtest:
- Morgenritual (z.B. 5 Minuten Journaling, Kaffee in Ruhe trinken)
- Tagesritual (z.B. 10 Minuten Spaziergang, Mittagspause ohne Handy)
- Abendritual (z.B. Dankbarkeit aufschreiben, 5 Minuten lesen)
Fang klein an. Nicht 1 Stunde Yoga. Sondern 5 Minuten für dich. Diese Übung bringt dich jeden Tag zurück zu dir.
Übung 5: Die „Nicht-Tun“-Liste
Wir alle haben To-Do-Listen. Aber hast du auch eine „Nicht-Tun“-Liste?
Schreibe 5 Dinge auf, die du ab jetzt nicht mehr tun wirst:
- Nicht mehr um 22 Uhr noch E-Mails checken
- Nicht mehr „Ja“ sagen, wenn ich „Nein“ meine
- Nicht mehr mich mit anderen Müttern vergleichen
Diese Übung gibt dir Erlaubnis, loszulassen.
Was das Journal NICHT ist
Bevor du denkst, dass das Journal die Lösung für alles ist: Es ist es nicht.
Es ist kein Zauberstab, der dein Leben über Nacht verändert. Es ist kein Planer, der dir sagt, was du tun sollst. Es ist kein Buch, das du einmal liest und dann ins Regal stellst.
Es ist ein Werkzeug. Und wie jedes Werkzeug funktioniert es nur, wenn du es benutzt.
Es erfordert Ehrlichkeit. Es erfordert Zeit (nicht viel, aber regelmäßig). Es erfordert den Mut, hinzuschauen – auch wenn es manchmal unangenehm ist.
Aber wenn du bereit bist, diese 10 Minuten am Tag zu investieren, dann verspreche ich dir: Es wird sich lohnen.
Und wenn du gerade denkst „na super, doch schon wieder ein Planer mit Aufgaben“, dann sage ich dir: JAEIN… Der große Unterschied ist, dass du nicht sinnlos Aufgaben und Zeiten organisierst, sondern erstmal ganz anders einsteigst…
Neugierig??

Und ein ganz besonderes Programm, in dem das Buch auch eine Rolle spielt und ich dich noch stärker unterstütze und auch körperliche Tools dazukommen, beschreibe ich dir im nächsten Blogartikel.
Deine Madeleine



